Fabbenstedts Ü32 besiegt Pr. Ströhen beim 47. Altliga-Finaltag 9:8 nach Sechsmeterschießen. Der VfB holt als erster Klub drei Titel. Feueralarm in der Halle Drama in 18 Akten

Von Volker Krusche

Lübbecke  (WB). » Schwarz und Weiß, wir steh’n an eurer Seite…« Auch wenn die Fans des VfB Fabbenstedt die Lübbecker Kreissporthalle nicht in ihre Klubfarben tauchten, so waren sie dennoch der Wahnsinn. Von ihnen angetrieben, schrieben ihre Kicker beim Finaltag der 47. Altliga-Hallenmeisterschaft Geschichte. Erstmals in der lange Historie der größten deutschen Hallenrunde für Altherren gelang den Fabbenstedtern ein bislang nicht dagewesenes Kunststück: sie gewannen drei Klassen.

Titelverteidigung in der Ü32 sowie den Reserven dieser Altersklasse sowie der Gewinn der Meisterschaft bei den Super-Oldies (Ü55) – sehr zum Leidwesen des SSV Pr. Ströhen, dem es bei der Neuauflage des Ü32-Endspiels des Vorjahres erneut nicht gelang, den Titel in den Nordkreis zu holen. Hatte man 2018 schon sehr unglücklich verloren, so war das Pech diesmal kaum in Worte zu fassen. Nach einer torlosen regulären Spielzeit, in der der SSV zumindest in Hälfte eins dominierte und in Führung hätte gehen müssen, fiel die Entscheidung schließlich vom Punkt. Und es war ausgerechnet Ströhens Bester, der den Fabbenstedtern die Tür zum neuerlichen Titelgewinn öffnete. Andre Krauses Schuss landete am Pfosten, während Christian Vogt den insgesamt 18. Sechsmeter verwandelte. Niedergeschlagenheit beim SSV, unglaublicher Jubel beim VfB und seinem die Halle lautstark dominierenden Anhang.

»So was Krankes habe ich noch nie erlebt«, fasste Fabbenstedts Kapitän Stefan Kröger das Geschehene zusammen, bei dem seine Farben in der zweiten Halbzeit der zweimal 15-minütigen Spielzeit eigentlich vorzeitig für die Entscheidung hätten sorgen müssen. Da scheiterten Daniel und Sebastian Vogt, Tobias und Andreas Bajohr allesamt frei an Ströhens Mark Katt. »Wenn wir nicht gewonnen hätten, wären wir selbst schuld gewesen«, blickte Kröger nach der Siegerehrung auf die vielen ausgelassenen Chancen.

Letztlich gewann die glücklichere zweier gleichstarker Mannschaften – wie schon vor zwölf Monaten. Das Sechsmeterschießen setzte dabei den emotionalen Schlusspunkt unter einen exzellenten Altliga-Finaltag. Bis zum 3:3 trafen alle Schützen, dann setzte Andre Krause das Leder an die Latte, scheiterte Daniel Vogt an dem für Marc Katt zwischen die Pfosten gerückten Marcel Katt. Wieder trafen alle Schützen – bis zum 7:7. Danach Beratung, wie es nun weitergehen müsse, nachdem alle Schützen durch waren. Jetzt schoss Oliver Zboron vorbei, wurde Tobias Bajohrs Schuss abgewehrt, traf Pascal Kropp nur die Latte und fand Andi Bajohr in Katt seinen Meister. Die nächsten vier Schützen netzten dann wieder ein, ehe Krause den Pfosten anvisierte und Vogt das Spiel entschied. Der pure Wahnsinn! …

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Presse-Westfalen-Blatt vom 24.03.2019 – Drama in 18 Akten
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