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Kapitel 4: Mit Schippe, Spaten und Loren

In Eigenleistung durch die Vereinsmitglieder wurde der Sportplatz, der in etwa an der Stelle lag, wo sich heute der Trainingsplatz befindet, bespielbar gemacht. Jedes Mitglied hatte wöchentlich an drei Abenden Arbeitsdienst zu leisten. Wer nicht kommen konnte, mußte dafür eine Mark in die Sportplatzkasse zahlen. Mit Schippe und Spaten gingen die Sportfreunde an die Arbeit. Die alten Feldgleise samt Loren des Arbeitsdienstes, der vor dem Kriege eine Abteilung in Pr. Ströhen stationiert hatte, und die bei der Auflösung des Lagers hier zurückgeblieben waren, wurden wieder instandgesetzt und bei den Erdarbeiten verwendet. So wurde der Sportplatz eingeebnet und diente den Sportlern als Sandplatz, der sich bei den Spielen oft in eine Sandwolke verwandelte.

Die Handballmannschaft im Jahre 1948/49
Von links: Fritz Vatthauer, Heinz Hadeler, Willi Schlottmann, Helmut Schlottmann, Helmut Dunker, Egolf Lohmeyer, Helmut Windhorst und Werner Grewe. Kniend: Helmut Summann, Horst Walter und


Der Handballsport spielte von der Gründung des Vereins an eine besondere Rolle. Es waren vor allen Dingen Helmut Schlottmann und Helmut Summann, die sich für die Belebung dieser Sportart einsetzten. Von der Aufstellung einer Fußballmannschaft wurde zunächst abgesehen, da es nicht nur an Spielern, sondern auch an Sportkleidung, Fußballschuhen und selbst Bällen mangelte. Dem Drängen von Helmut Bergmann, Helmut Hartlage und Willi Lahrmann gelang es dann doch, den Vorstand zu dem Beschluß zu bewegen, daß eine Fußballmannschaft aufgestellt werden könne, wenn dadurch der Handballmannschaft kein Spieler verloren gehe. Das war am 15. Februar 1948. Spielführer der neuen Mannschaft wurden Willi Hoffmann und Robert Witt. Die Anfänge waren schwierig. Immer wieder gab es Spannungen zwischen den Handball- und Fußballanhängern. Sie führten am 10. Dezember 1949 sogar zu dem Vereinsbeschluß, die Fußball- und Boxabteilung aufzulösen, um dadurch den Handballsport wieder mehr zu stärken. Die Boxstaffel hörte, wie erwähnt, auf zu bestehen, der Fußball blieb.

Eine weitere wichtige Sportgruppe stellten von der Vereinsgründung an die Leichtathleten. Hier war es vor allen Dingen Wilhelm Borcherding, der als Turnwart fungierte und später als Oberturnwart in die Geschichte des SSV einging.

Finanziell war der Verein nicht auf Rosen gebettet. 1949 betrug der Monatsbeitrag für Erwachsene 0,50 DM, für Jugendliche 0,20 DM, Erwerbslose waren frei.

Anfang 1948 wurde unter der Leitung von Heinrich Schmidt eine Laienspielschar aufgestellt, die am 28. und 29. Februar 1948 im Saal Strathmann-Fiefstück ihre ersten Stücke, den Plattdeutschen Dreiakter „Up de Freet”, sowie den Einakter „Dr swatte Hahn” aufführten. Beide Abende waren gut besucht und wurden zu einem großen Erfolg. Die Eintrittsgelder wurden zur Aufbesserung der Vereinskasse verwendet.







 

Spiel- und Sportverein Preußisch Ströhen e.V.

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