Kapitel 18: Neue Plätze bespielbar

„Dieses Jahr wird für den SSV Pr. Ströhen nach drei Jahren des Wartens und der Improvisationen einen gewissen Neuanfang bringen. Im Sommer werden die neuen Plätze bespielbar sein, so daß mit geregelten Trainingsmöglichkeiten und Heimspielbetrieb der Ausnahmezustand überwunden sein wird”, lautet ein Eintrag im Protokollbuch über die Jahreshauptversammlung am 11. Januar 1985. Weiter wird dort vermerkt, daß Mitglieder des Vereins bei den Sanierungsarbeiten 546 Arbeitsstunden und 40 Schlepperstunden unentgeltlich leisteten. Vorsitzender Friedhelm Bollhorst bedankte sich für alle Mitarbeit.

In einer Vorstandssitzung am 28. März 1985 wurde beschlossen, das Verkaufshaus am Sportplatz um einen Anbau zu erweitern. Dem Schützenverein wurde für den Umbau des alten Umkleidegebäudes mit Bau einer überdachten Halle ein Zuschuß von 1.000 DM bewilligt.

                               

1961 wurde der alte Umkleidetrakt erbaut (auf dem Bild in der Mitte). Jetzt nutzt der Rassegeflügelzuchtverein das Gebäude. Links der Unterstand, der von der Dorfgemeinschaft genutzt wird.

Am 2. August 1985 wurde das neue Sportgelände offiziell seiner Bestimmung übergeben. Mit einem Freundschaftsspiel der 1. Seniorenmannschaft Barnstorf und dem SSV Pr. Ströhen wurde gleichzeitig die Sportwerbewoche eingeleitet. Zahlreiche Ehrengäste nahmen an der Einweihungsfeier teil. Vorsitzender Friedhelm Bollhorst bedankte sich bei der Stadt Rahden für die Durchführung de Sanierungsarbeiten. Für die Stadt Rahden würdigte stellvertr. Bürgermeister Johann Bolte die aktive Mitarbeit der Vereinsmitglieder bei der Neuanlegung der Sportplätze.

Während der Veranstaltung stellt Vorsitzender Friedhelm Bollhorst Gerhard Pohlmeier aus Brockum als neuen Trainer der 1. Mannschaft vor, der Peter Schmidtke nach siebenjähriger Tätigkeit ablöste.

Bei einer Fragebogenaktion des Ausschusses für Freizeit- und Breitensport des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen wurde bei der Auslosung der teilnehmenden Vereine der SSV Pr. Ströhen als Sieger gezogen. Als Preis gab es einen Wochenendaufenthalt für 15 Sportler und zwei Betreuer in der Sportschule Kaiserau. Dort konnte auch Vorsitzender Friedhelm Bollhorst den Preis von Werner Pohlmann, dem Vorsitzenden des Ausschusses Freizeit- und Breitensport des FLVW entgegennehmen. Geschäftsführer Friedel Klasing hatte heimlich den Fragebogen für den Verein ausgefüllt und bereitete ihm mit dem 1. Preis eine große Überraschung.

Einen schönen Erfolg errang auch im Sportjahr 1985 die 1. Volleyballmannschaft unter Uta Hartmeier und Ingrid Horn. Sie schaffte den Aufstieg in die Bezirksklasse, während die 2. Mannschaft in die 1. Kreisklasse kam. Die 1. Tischtennismannschaft stieg zum gleichen Zeitpunkt in die 2. Kreisklasse auf.

Die Mitgliederzahl im SSV erhöhte sich 1985 auf 534, von denen 200 Jugendliche waren. Eine Zahl, die in der Vereinsgeschichte erstmals erreicht wurde. In der Adventsveranstaltung der Jugendabteilung wurde diese stolze Entwicklung besonders gefeiert.
Spontane Zustimmung fand während eines abendlichen Beisammenseins von Aktiven und Förderern des Sportvereins ein Vorhaben, das Verkaufshaus erneut um einen überdachten Raum von ca. 20 qm zu erweitern. Eine zu diesem Zweck durchgeführte Spendenaktion erbrachte einen Betrag von über 2.000 DM. Der Erweiterungsbau wurde 1986 vorwiegend in Eigenleistung durchgeführt und bis zur Sportwerbewoche fertiggestellt.

In Zusammenarbeit mit dem Breitensportprojekt des Fußballkreises Lübbecke wurde im Spätsommer 1987 im SSV eine Langsam-Lauftreffgruppe für Anfänger ins Leben gerufen. Irmgard und Wilhelm Helmerking übernahmen die Leitung. Die Auftaktveranstaltung war am 29. September 1987.

Der 17. Oktober 1987 war für den SSV Pr. Ströhen ein besonders freudiger Tag, konnte doch der neue WC- und Umkleidetrakt an der Reithalle gerichtet werden. Am 4. August war mit den Arbeiten begonnen worden. Im Dachgeschoß der Reithalle wurden gleichzeitig ein Küchenraum und ein größerer Versammlungsraum für Mannschaftsbesprechungen und Vorstandstagungen ausgebaut. Die Inbetriebnahme erfolgte während der Sportwerbewoche 1988. Rund 350.000 DM waren für das Bauvorhaben erforderlich.

                                        

1988 konnte der neue Umkleidetrakt sowie der Jugendraum und die Küche in Betrieb genommen werden.

Einer großen Beliebtheit erfreuten sich die Schwimmstunden, die vom SSV im Rahdener Hallenbad durchgeführt wurden. Im Durchschnitt nahmen 35 Personen teil.